Details

Moth-Sailing WM in Perth

Franzi kämpft sich bei der Weltmeisterschaft im Moth-Sailing in Perth ganz an die Spitze! Während ihr Boot sich noch auf dem Rückweg nach Deutschland befindet, haben wir uns ausführlich mit ihr über ihre Teilnahme und den Sieg bei der WM unterhalten. Lesen Sie jetzt in  unserem Blog, wie sie trotz anfänglicher Rückschläge den Unterschied machen konnte!

Moth-Sailing WM in Perth: Franzi kämpft sich an die Spitze

Traumhafte Wetter- und Windbedingungen herrschen bei der Moth-Sailing WM in Perth – ein Paradies für jeden „Mottie“, wie Franzi die Mothsegler nennt. Die Vorbereitungen und ersten Testläufe auf dem Wasser laufen gut, Franzi startet voller Enthusiasmus in die erste Qualifikationsrunde. Doch kurz vor Schluss passiert es: Sie gleitet aufs Ziel zu, befindet sich im „low-riding“, also nicht über dem Wasser auf den Foils, sondern auf dem Wasser und ist damit quasi manövrierunfähig. Plötzlich kommt von hinten eine andere Seglerin auf ihren Foils angeschossen und will zwischen Franzi und einer Markierung durchsegeln. Franzi sieht sie gar nicht kommen, beide Seglerinnen können nicht mehr ausweichen. Die andere Seglerin knallt mit ihrem Boot in die Markierung. Auweia. Eine aufgeplatzte Lippe sorgt für mächtig Ärger. Franzi muss sich vor einer Protestverhandlung verantworten und gibt nach: Als Strafe wird ihr erster Lauf nicht gewertet, DSQ = disqualified.

Trübe Stimmung bei strahlendem Sonnenschein

Den Auftakt bei der WM hat sich Franzi definitiv anders vorgestellt. Mit einem DSQ ins Rennen zu starten ist wohl der unglücklichste Anfang einer Regatta, denn die fehlenden Punkte machen sich bei der Einteilung nach der Qualifikationsrunde natürlich bemerkbar! Nach sechs Läufen werden alle Segler in Silver oder Gold Fleet eingeteilt. Franzi landet in der Silver Fleet. Jetzt heißt es, den Schrecken des ersten Laufs so schnell wie möglich vergessen, denn die abschließenden neun Finalläufe stehen an … und die haben es in sich! Bei sehr unterschiedlichen Windbedingungen zwischen sechs und 22 Knoten müssen die Segler auf dem Wasser beweisen, aus welchem Holz sie geschnitzt sind und sich gekonnt auf die sich verändernden Windstärken einstellen.

Franzi macht den Unterschied

Doch der Rückschlag des ersten Rennens ist schnell vergessen – die nächsten Runden laufen sehr gut. Franzi kann ihren Vorsprung weiter ausbauen und führt schon bald die Frauen an. Jetzt heißt es „nur“ noch weiter konstant und sicher fahren! „Natürlich fängt man da schon an, zu hoffen. Aber beim Segeln kann man nie wissen, ob es wirklich klappt. Denn dazu ist man viel zu abhängig von den äußeren Bedingungen“, erzählt uns Franzi. Doch es klappt! Franzi kann im letzten Rennen trotz starkem Wind, was gerade für Frauen sehr kräftezehrend ist, ihre Leistung weiter halten und beendet die Weltmeisterschaft in Perth als gesamtbeste Frau.

„Ich war einfach super happy, dass es geklappt hat. Dass ich trotz des starken Winds weiterhin konstant fahren konnte“, freut sich Franziska Mäge, Weltmeisterin im Moth-Sailing ????

Perth und der Swan River: Paradies für Moth-Segler

Nicht nur, dass Franzi die Weltmeisterschaft als erste Frau und 12. gesamt in der Silver Fleet abschließt, sondern auch die insgesamt zwei Wochen, die Franzi mit ihrem Vater und vier anderen deutschen Seglern in Perth verbringt, sind absolut traumhaft. „Im Dezember in den Hochsommer von Australien zu reisen, ist einfach perfekt. Das Wetter ist super und der Swan River, auf dem die Weltmeisterschaft stattfindet, bietet ideale Bedingungen für Segler.“ Denn obwohl der Swan River ein Fluss ist, profitiert er von seiner Nähe zum Meer und kann den „Motties“ eine stetige „seabreeze“ bieten. Und auch das Drumherum der Weltmeisterschaft passt perfekt. Franzi, ihr Vater und noch zwei weitere Segler leben in einem Haus und können ein unbeschwertes Segler-Leben genießen. Sie kochen abends gemeinsam, hören Musik und tauschen sich natürlich übers Segeln aus.

Zurück zu #BMKdelta